Die Verwendung von Excel zur Bestandsverwaltung bietet auf den ersten Blick einige verlockende Vorteile. Es ist schnell eingerichtet, verursacht keine zusätzlichen Kosten, da es in vielen Unternehmen bereits vorhanden ist, und die meisten Mitarbeiter sind mit seiner Bedienung vertraut. Diese Zugänglichkeit macht es zu einer scheinbar idealen Lösung, insbesondere für kleine Teams die gerade erst ihre Prozesse etablieren.
Für Teams, die einen überschaubaren Bestand verwalten und bei denen die Fluktuation der Artikel gering ist, kann Excel tatsächlich eine ausreichende Lösung darstellen. Solange die Anforderungen an die Datenverwaltung einfach bleiben und keine komplexen Abläufe abgebildet werden müssen, kann eine einfache Tabelle genügen, um den Überblick zu behalten.
Es ist jedoch entscheidend zu verstehen, dass Excel in seiner Grundfunktion keine echten, dynamischen Prozesse abbilden kann. Excel ist primär ein Tabellenkalkulationsprogramm, das darauf ausgelegt ist, Daten in Listenform zu organisieren und zu berechnen. Es ermöglicht die Erstellung von statischen Listen und bietet Werkzeuge zur manuellen Eingabe und Bearbeitung von Informationen. Diese Struktur stößt jedoch schnell an ihre Grenzen, sobald es um die Abbildung komplexer Arbeitsabläufe, die Automatisierung von Schritten oder die Integration verschiedener Datenquellen geht.
Im Gegensatz zu spezialisierten Systemen, die darauf ausgelegt sind, End-to-End-Prozesse zu steuern und zu überwachen, kann Excel lediglich Momentaufnahmen oder statische Datensätze erfassen. Es fehlt die inhärente Fähigkeit, den Fluss von Informationen oder den Status von Aufgaben in Echtzeit darzustellen, was für eine effiziente und fehlerfreie Prozessverwaltung unerlässlich ist.